Institut St-Joseph Sprachheilschule

 

"Das Ziel der Schule sollte immer sein, harmonische Persönlichkeiten und nicht Spezialisten zu entlassen."

Albert Einstein

 

Liebe Kinder / Liebe Eltern
Guintzet - Spatz und Guintzet - Maus erzählen dir /Ihnen die Geschichte von
Susi und Patrick, zwei Kindern der Sprachheilschule.

 

Aufnahme

"Schuschi" geht in die Einführungsklasse 1, 3H1. Eigentlich heisst sie Susi. Sie kann aber ihren Namen noch nicht richtig aussprechen. Susi hat einen Sprachfehler. Vorher ging sie in den Kindergarten am Wohnort. Es gibt zwei Einführungsklassen an der Sprachheilschule und während diesen zwei Jahren erlernt sie das Schulprogramm der 3H. In Susis Klasse hat es 8 Knaben und 2 Mädchen.

 

Patrick ist neu in die 6H eingetreten. Vor den Sommerferien verbrachte er schon einen Schnuppertag in seiner jetzigen Klasse. Den Tagesablauf und die vielen Gebäude kennt er nun schon. Patrick hat grosse Schwierigkeiten im Lesen und Schreiben. In seiner Klasse sitzen 7 Knaben und 3 Mädchen. Wahrscheinlich wird er bis Ende der 8H hier zur Schule gehen.

 

Die Logopädin des Wohnortes des Kindes schlägt einen unverbindlichen Besuch der Sprachheilschule

vor. Dieser Besuch findet meist zwischen Januar und März statt. Erfüllt das Kind die Aufnahmekriterien und sind sich alle mit dem Kind arbeitenden Fachpersonen zusammen mit den Eltern über eine Anmeldung an der Sprachheilschule einig, wird das Kind von den Eltern vor dem 15. März angemeldet. Das Schulinspektorat wird von der Logopädin schriftlich über die Anmeldung informiert.

In der Sprachheilschule werden Schüler von der 3H bis zur 8H (1.-6.Klasse) in Gruppen von 8 - 11 Kindern unterrichtet. Als stofflicher Wegweiser dient der Freiburger Primarschullehrplan, welcher auf die individuellen Lernvoraussetzungen der Schüler abgestimmt wird. Nach Abschluss der 8H werden alle Schülerinnen und Schüler in die Orientierungsschule ihres Wohnortes integriert.

 

Transport


Zufall ! Susi und Patrick sitzen im gleichen Taxi, weil ihre Wohnorte nahe beieinander liegen. Im ganzen sind 6 Kinder im Taxi. Morgens kurz nach 8 Uhr werden sie zu Hause abgeholt und nach der Schule wieder heimgebracht. Am Mittwoch sind sie mittags schon daheim, weil alle Kinder der Sprachheilschule am Nachmittag frei haben.

Tagesschule/Mittagessen

 

Am Mittag isst jede Klasse in einem eigenen Zimmer zusammen mit einer Betreuerin. Nach dem Zähne putzen wird besprochen, was gespielt wird. Susi sucht sich gerne ein Spielzeug aus der Spielkiste aus und verbringt die Mittagszeit mit ihren Klassenkameraden auf dem grossen Spielplatz.

 

 

 

Als Fussballer nützt Patrick die Gelegenheit, täglich mit den grösseren Kindern Fussball zu spielen. Der Mittagsbetreuer muss natürlich auch mitspielen. Das macht grossen Spass!

 

 

 

Unterricht und Therapieangebot

 

An der Sprachheilschule gibt es mehrere Therapieangebote: Logopädie, Psychomotorik und Psychologie. Angegliedert ist auch die Ergotherapie.

In die Logopädietherapie gehen alle Kinder, das ist ja auch logo, schliesslich ist das hier eine Sprachheilschule. 

Jedes Kind hat seinen

eigenen Therapieplan. Susi lernt in der Logopädie die Laute richtig auszusprechen. Grosse Probleme hat sie mit dem " und sch ".

 

Patrick übt fleissig an seiner Rechtschreibung. Damit er lernt, sich selber zu korrigieren, gibt es auch Lernspiele auf dem Computer. Die Schüler machen eine Schülerzeitung und verkaufen sie. Einmal in der Woche liest Patrick mit zwei anderen Kindern Detektivgeschichten. Es ist kurzweilig, Fälle zu lösen.

 

In der Logopädietherapie wird durch individuelle Sprech-, Sprach-, und Stimmtherapie dem Kind zu besseren Ausdrucksmöglichkeiten in der geschriebenen und gesprochenen Sprache verholfen. Eine auf die spezielle Störung des Kindes abgestimmte Förderung umfasst neben dem sprachlichen Bereich auch verschiedene Basisfunktionen wie Motorik und Wahrnehmung.

 

 

Susi geht auch in die Psychomotoriktherapie. Dort lernt sie durch Spiel, Bewegung und Entspannung ihren Körper besser spüren und sich sicherer bewegen. Das ist wichtig, weil sie sich oft ungeschickt anstellt, wenn sie mit anderen Kindern Hüpf- und Ballspiele macht. Auch auf die Linie zu schreiben fällt ihr schwer.

 

Psychomotorik ist angezeigt bei motorisch ungeschickten, unruhigen oder gehemmten Kindern, die auf Grund ihrer Schwierigkeiten den Anforderungen des Alltags nicht entsprechen können. Über Spiel, Bewegung/Wahrnehmung und gestalterischen Ausdruck hat das Kind die Möglichkeit, wichtige Körper-, Material- und Sozialerfahrungen zu machen. Dadurch kann sein Selbstvertrauen gestärkt und ein ev. vorhandener Leidensdruck vermindert werden.

 

Patrick geht zum Psychologen in die Therapie. Dort macht er interessante Sachen: zum Beispiel Phantasiespiele, Rollenspiele, 

Bastelarbeiten, usw. Sie sprechen auch miteinander, wie's in der Schule geht, was er gerade erlebt, wo seine Stärken und Schwächen sind und darüber, dass er früher Angst hatte, in die Schule zu gehen.

Bestehen neben der Sprachbehinderung noch zusätzliche Probleme wie Mangel an Selbstvertrauen, Schulfrust, Konzentrationsschwäche, Ängste, Aggressivität, Bettnässen usw., kann die Hilfe des Psychologischen Dienstes in Anspruch genommen werden, in Form von individueller Betreuung oder Beratungsgesprächen.

 

Abwechslung im Schulalltag: Was alles so läuft !

 

Kurz nach Schulbeginn macht die ganze deutschsprachige Abteilung eine Herbstwanderung. Dort können Susi und Patrick alle anderen Kinder und erwachsenen Personen kennenlernen. Nach den Herbstferien gibt es ein Hockeyturnier. Die Gruppen werden gemischt und spielen in zwei Kategorien gegeneinander. Ein Sporttag mit den französisch- sprechenden, den gehörlosen und schwerhörigen Schülern findet je nach Wetter im Herbst oder vor den Sommerferien statt. Theatervorstellungen, Kinobesuch, Skilager oder -tage und Projekttage gehören auch zum Jahresablauf.

Zusammenarbeit

- Wir legen grossen Wert auf Zusammenarbeit: Lehrpersonen, Therapeuten, Therapeutinnen Mittagsbetreuer und Mittagsbetreuerinnen treffen sich regelmässig zu Besprechungen. Dieser Austausch ermöglicht es uns, das Kind ganzheitlich wahrzunehmen und zu fördern.

- Auch die Zusammenarbeit mit den Eltern ist uns wichtig. Mit den Elterngesprächen wollen wir gegenseitiges Vertrauen und Verständnis im Umgang mit den Schwierigkeiten des Kindes aufbauen.

- Weitere Kontaktmöglichkeiten bieten verschiedene Schul- und Klassenanlässe.

 

Finanzierung

 

Die Schul- und Transportkosten werden durch den Kanton und die Wohngemeinden bezahlt. Die Eltern leisten einen vom Staat festgesetzten Kostenbeitrag für das Mittagessen und die Mittagsbetreuung. Die übrigen Kosten für Schul- und Unterrichtsmaterial belaufen sich auf jährlich Fr. 60.--

Schluss


Ist jetzt alles klar ? Für weitere Informationen gibt unsere Abteilungsleiterin gerne persönlich Auskunft. 
Also, machts gut und tschüss .......

 

 

 

 

 

 

Ich wünsche allen Eltern, die diese Broschüre gelesen haben, viel Mut und Kraft bei der Entscheidung, ob die Sprachheilschule der richtige Ort für ihr Kind ist.

Die Schulleitung

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Notre adresse : Institut St-Joseph du Guintzet Avenue Jean-Paul 2 Villars-Sur-Glâne

     T 026/425.50.70 Fax 026/425.50.71