Louis Bourqui
Louis Bourqui
3. Oktober 1922 – 29. April 2018
Sein Vater, ein Einzelkind, zog 23 Kinder groß. Aus erster Ehe gingen 11 Kinder hervor, von denen 6 überlebten – 4 Mädchen und 2 Jungen –, die anderen starben an der Spanischen Grippe. Nach seiner zweiten Heirat kamen in Murist 12 Kinder zur Welt: Agnès, Raymond, André, Oscar, Marcel, Lucia, Louis, Ida, Camille, Firmin, Anne-Marie und Rose-Marie.
Louis ist ein gehörloses Kind, andere Geschwister sind ebenfalls leicht hörgeschädigt, doch nur Louis besucht von November 1930 bis Juni 1931 das Institut St-Joseph in einer Klasse für gehörlose Kinder. Danach kehrt er in sein Dorf zurück, um seine Schulausbildung gemeinsam mit seinen Mitschülern fortzusetzen.
In einem Interview im April 2019 beschrieb ihn seine Schwester Anne-Marie als einen vielseitigen, liebenswerten und scherzhaften Mann, der mehr als nur einen Zaubertrick auf Lager hatte, um seine Neffen und Nichten zu beeindrucken. Er besaß einen Abschluss als Hausangestellter und arbeitete sein ganzes Leben lang auf dem Land und später im Spital von Estavayer-le-Lac als Gärtner und Küchenhilfe. Er wohnte im Altenheim und lebte direkt unter dem Zimmer seiner Mutter, die für ihren Lebensabend in diese Einrichtung eingezogen war: Wenn sie Louis brauchte, musste sie nur mit ihrem Stock auf den Boden klopfen, damit er ihr zu Hilfe kam. Als er in Rente ging, malte Louis gerne, er war begabt; mit einem geschickten Strich hinterließ er seiner Familie zahlreiche Porträts, die lebensechter waren als das Leben selbst.
In der Mitte steht Louis’ Mutter, links von ihr seine Schwestern und rechts seine Brüder.
Tag:Timeline
You may also like
Umzug nach Guintzet
Gründung des Instituts St-Joseph
